DSL via Satellit
Wenn der Wettbewerb auf der Erde nicht ausreicht
Wir schreiben das Jahr 2008, DSL hat den Weltraum erreicht. DSL via Satellit wird immer günstiger und weiter verbreitet. Jetzt haben sich gleich zwei Anbieter dazu entschlossen ihr Sky-DSL-Angebot kräftig auszubauen. Einer der beiden ist ein echtes Schwergewicht im DSL-Markt – die Deutsche Telekom.
Die Telekom bietet in den nächsten Tagen ein Angebot an, mit dem es möglich ist eine DSL-Flatrate über Satellit zu bekommen, nicht wie sonst üblich mit einem zusätzlichen, analogen Rückkanal. Das bedeutet sowohl Downstream, als auch Upstream laufen über einen Satelliten und macht somit die Leitungen am Boden überflüssig. Die Flatrate soll 39,95 Euro pro Monat kosten und ist damit nicht viel teurer als die Angebote der Konkurrenz. Aber die Telekom wäre nicht die Telekom wenn sie nicht doch noch zuschlagen würde – ein, technisch nicht notwendiger, Telefonanschluss der Telekom ist Vorraussetzung für die Nutzung des Angebots und erhöht mit knapp über 16 Euro monatlich die Rechnung nochmals.
Große Ersparnis bei der Hardware
Eines muss man der Telekom aber doch zugute halten, die Hardwarekosten sind im Vergleich mit den Wettbewerbern deutlich günstiger. Wo normalerweise 300 Euro und mehr fällig werden, verlangt die Telekom nur rund 100 Euro. Man muss zwar auch erstmal gut 350 Euro für die Hardware (inkl. Versand) bezahlen, bekommt aber knapp 230 Euro Gutgeschrieben.
Via Satellit mit 2 Megabit pro Sekunde surfen
Der zweite Anbieter im Bunde ist Teldafax, zusammen mit dem Satellitenbetreiber Eutelsat bieten die Unternehmen jetzt eine DSL-Version via Satellit an. Die „All DSL“ genannte Variante verfügt über eine Bandbreite von 2 mbit/s und ist somit doppelt so schnell wie das Konkurrenzprodukt der Telekom. Die monatlichen Kosten belaufen sich hier auf 49,95 Euro, bei jährlicher Zahlung reduziert sich der Betrag auf 43,95 Euro. Die Hardware bekommt man für 299 Euro.
DSL für alle, ein Traum kann wahr werden
Durch diese beiden Angebote mausert sich DSL über Satellit langsam zu einer echten Alternative für Haushalte, die kein klassisches DSL beziehen können. Es gibt noch ca. 1000 „weiße Flecken“ auf der DSL-Landkarte in Deutschland, mit Satelliten-DSL werden diese nun langsam getilgt.
Autor: Alfred
Geschrieben am: Mittwoch, den 4. Juni 2008
