Versatel prüft Übernahme von Orion
Der Telekomanbieter Versatel mit Sitz in Düsseldorf soll derzeit die Übernahme des drittgrößten deutschen Kabelanbieters Orion prüfen. Eine Finanzierung soll laut Pressemitteilungen bereits in Planung sein. Ein Zukauf würde die Kundenzahl des Unternehmens deutlich erhöhen, zusammen mit dem Kundenstamm des Kabelunternehmens Orion von 3,2 Millionen Personen käme Versatel auf eine Anzahl von rund 4 Millionen.
3,2 Millionen neue Kunden bei Übernahme
Die hohe Verschuldung von Orion ist Grund für die Veräußerung des Konzerns. Etwa 1,7 Milliarden Euro soll Orion, der zur Escaline-Gruppe gehört, an Schulden angehäuft haben. Eine Komplettübernahme wäre daher wünschenswert, um eine völlige Zerschlagung des Unternehmens zu vermeiden. Diese würde auch die Umgehung eines Insolvenzverfahrens bedeuten, worüber sich vor allem die Angestellten der Firma freuen dürften. Versatel könnte sein Geschäftsfeld im Internet- und Telefongeschäft dadurch mit einem bedeutenden Nennwert auf das Kabelfernsehen erweitern und zum künftigen Konkurrenten von Kabel Deutschland und Unitymedia emporsteigen.
Fusionen im Trend
Allerdings ist die Finanzierungsplanung erst in den Anfängen, noch ist nicht klar, ob das Unternehmen in der Lage sein wird, die Übernahme zu realisieren. Eine Möglichkeit wäre, dass der Hauptaktionär Atax einspringe. Ähnlich verlief erst kürzlich die Implementierung von Arcor beim Telekommunikationsanbieter Vodafone ab, eine Alternative, die derzeit häufiger praktiziert wird. Auch auf diesem Sektor finden sich zunehmend Fusionen, die den Erhalt von Unternehmen sichern. Nachteilig ist allerdings, dass dem Endkunden oftmals die Übersicht zu seinem Produktanbieter fehlt, vor allem das Mobilfunkgeschäft ist in den letzten Jahren stetig unübersichtlicher geworden.
Autor: Alfred
Geschrieben am: Mittwoch, den 26. August 2009
