Alfred's DSL Blog - News rund um DSL

Kleines Online-Lexikon: Was ist der Unterschied zwischen ISDN, DSL und VDSL?

ISDN ist die Abkürzung für Integrated Services Digital Network, also ein Netzwerk für integrierte digitale Dienste. Dies schließt zwar auch mit ein, ist aber nicht ausschließlich beschränkt auf die Nutzung des Internets. Vielmehr ermöglicht ISDN die Nutzung mehrerer verschiedener Kommunikationsdienste auf einem einzigen Anschluss, darunter neben dem Web und der Telefonie auch Fax und Telex, so dass zum Beispiel gleichzeitig telefoniert und im Netz gesurft werden kann. LexikonDie digitale Übertragung bietet zudem gegenüber den herkömmlichen analogen Anschlüssen eine wesentlich höhere weil verlustfreie Qualität und größere Geschwindigkeit beim Datentransfer.
Analoge Endgeräte können an einem ISDN-Anschluss mittels eines sogenannten a/b-Wandlers bzw. Terminaladapters auch weiterhin genutzt werden.

DSL steht für Digital Subscriber Line und ermöglicht über den herkömmlichen Kupferkabel-Telefonanschluss sehr hohe Datenübertragungsraten bei der Internetnutzung. Zur Nutzung von DSL ist kein ISDN-Anschluss nötig, die für DSL genutzten Frequenzkanäle liegen oberhalb des Bereichs, der für analoge/ISDN-Telefonie verwendet wird. Mittels einer “Splitter” genannten Breitbandanschlusseinheit (BBAE) werden die Frequenzbänder voneinander getrennt, so dass auch hier ein gleichzeitiger Gebrauch von Internet und Telefonie möglich ist.
Vom DSL gibt es verschiedene Versionen. Derzeit in Deutschland am weitesten verbreitet ist das ADSL (Asymmetric DSL) bei dem sich die Bandbreite für Up- und Downstream voneinander unterscheiden. Mit der erweiterten Version ADSL2+ sind bis zu 25 MBit/s Downstream und 3,5 MBit/s Upstream möglich. Die symmetrische Form des DSL (SDSL) erlaubt sowohl in Richtung des Empfängers als auch in Richtung des Senders die gleiche Datenübertragungsrate, jedoch ist die Bandbreite mit maximal 4 MBit/s deutlich geringer.
Der Breitbandausbau setzt inzwischen verstärkt auf die Implementierung des sogenannten VDSL (Very High Speed DSL) und VDSL2, wodurch Datenraten von mehr als 200MBit/s im Downstream (52 MBit/s bei VDSL1) und sogar 200 MBit/s im Upstream (VDSL1: 11 MBit/s) erreicht werden können. Allerdings wirkt sich die Leitungslänge bei VDSL stark mindernd auf die zu erreichenden maximalen Übertragungsgeschwindigkeiten aus, so senkt schon eine Entfernung von etwa 2 Kilometern zwischen Teilnehmeranschluss und Vermittlungsstelle die Bandbreite auf normales ADSL-Niveau herab.


Autor: Alfred
Geschrieben am: Montag, den 30. November 2009

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