Gibt es Unterschiede bei DSL-Anschlüssen?
Prinzipiell ist DSL-Anschluss gleich DSL-Anschluss. Die Funktionsweise basiert auf der gleichen Technologie, dennoch gibt es neben den verschiedenen angebotenen Bandbreiten einige Unterschiede, die aus formeller, praktischer und finanzieller Sicht Bedeutung haben können.
Resale-DSL
Einen DSL-Anschluss kann faktisch nur bereitstellen, wer über die entsprechende Netzinfrastruktur (Leitungen, Server, Verteiler usw.) verfügt. Nicht jeder DSL-Anbieter ist allerdings im Besitz dieser physischen Voraussetzungen. Um dennoch einen DSL-Tarif anbieten zu können, mieten diese Provider Kapazitäten bei einem Netzbetreiber und verkaufen diese sozusagen weiter. Dies wird mit dem Begriff Resale (englisch für “wieder verkaufen”) oder Resale-DSL bezeichnet. Wer beispielsweise einen Resale-DSL Anschluss von der deutschen Telekom nutzt, bezahlt die Gebühr für den Telefonanschluss weiterhin an die Telekom, die Nutzungsgebühren für das Internet allerdings an den jeweiligen Anbieter, über den der DSL-Vertrag abgeschlossen wurde.
Entbündeltes DSL
Mithilfe der Voice-over-IP Technologie ist seit einigen Jahren auch das Telefonieren über das Internet möglich, weshalb die Notwendigkeit eines gewöhnlichen Festnetz-Telefonanschlusses entfällt. Die Provider haben darauf reagiert und bieten inzwischen sogenannte entbündelte DSL-Anschlüsse an, bei denen nur die DSL-Kanäle des Telefonanschlusses aufgeschaltet werden. Auf diese Weise muss der Kunde nicht mehr extra für den ungenutzten Festnetz-Anschluss bezahlen.
DSL-Qualität
Aus praktischer Sicht gibt es zwischen den einzelnen Netzbetreibern teilweise erhebliche Unterschiede im Bezug auf die in der Infrastruktur genutzten Hardware, was sich auf Geschwindigkeit, Stabilität, Verfügbarkeit und Kompatibilität mit der am Heimanschluss verwendeten Einwahl-Hardware (Router bzw. Modem) auswirken kann.
Autor: Alfred
Geschrieben am: Mittwoch, den 6. Januar 2010
