Nexus Two: Motorola produziert für Google
Schon im Januar kursierten Gerüchte darüber, dass Motorolas Shadow unter dem Namen Nexus Two die Nachfolge von Googles Android-Smartphone Nexus One antreten wird. Allerdings dann als Business-Variante mit Volltastatur. Für dieses Jahr plant das Unternehmen 20 Android-Geräte unter denen sich nun tatsächlich das Nexus Two befinden wird, bestätigte der Co-Ceo des Unternehmens, Sanjay Jha.
Nach der Veröffentlichung der aktuellen Quartalszahlen erklärte er in einem Konferenzgespräch, dass zur Zeit an einem Gerät gearbeitet werde, das als Nexus Two direkt über den Google Internetshop verkauft werde. Dabei ließ er allerdings offen, ob es sich dabei wirklich um den Milestone-Nachfolger Shadow handelt.
Trotz schwächelnder Nachfrage Gewinn
Trotz der schwächelnden Nachfrage konnte der Handyhersteller im vierten Quartal schwarze Zahlen schreiben und verbuchte laut Unternehmen einen Gewinn von 142 Millionen US-Dollar, also rund 101 Millionen Euro. Noch im Vorjahr verbuchte Motorola, vor allem durch Abschreibungen bedingt, einen Verlust von rund 3,7 Millionen Euro. Im vierten Quartal fiel der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 5,7 Millionen Dollar, damit um 20 Prozent. Laut dem zweiten Konzernchef Greg Brown habe sich das Unternehmen besonders vor den herausfordernden Rahmenbedingungen des Jahres 2009 sehr gut geschlagen. Wenn die Nachfrage wieder steige, dann sei die Positionierung sehr gut, damit man gegen die Konkurrenz bestehen könne. Trotz alledem erwarte man konzernweit wieder ein geringes Minus im nächsten Quartal.
Im Bereich Handys und Smartphones unter den Erwartungen
Für das leichte Plus ist in erster Linie das Netzwerk-Segment und der Funkgeräte- und Barcode-Scanner-Bereich verantwortlich. Auch im vierten Quartal erzielte das Geschäft mit Smartphones und Handys noch einen Verlust. Diese Bereiche kriseln zur Zeit sehr schwer. Motorola konnte im letzten Quartal nur 15 Millionen Geräte absetzen und blieb damit unter dem Ergebnis des vorhergegangenen Quartals und auch unter den Erwartungen der Analysten. Da die ersten Android-Smartphones sehr gut auf dem Markt angenommen worden seien, wolle man sich nun besonders hierauf konzentrieren. Aus diesem Grund möchte das Unternehmen in diesem Jahr circa 20 Handys, die mit dem Google Open-Source-Betriebssystem ausgestattet sind, produzieren und ausliefern. Oberstes Ziel hierbei ist es die an die Konkurrenz wie Nokia oder Apple verloren gegangenen Marktanteile wieder einzuholen. Nach eigenen Einschätzung haben sich diese innerhalb eines Jahres auf 3,7 Prozent halbiert.
Autor: Alfred
Geschrieben am: Montag, den 1. Februar 2010
