Aigner: Google hat keinen Respekt vor privaten Daten
Nach Einschätzung der Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) fehlt dem Suchmaschinengiganten Google der Respekt vor den Privatdaten seiner Nutzer. Google Buzz, der neue Dienst des Internetriesen, sei ein massiver Eingriff in die Privatsphäre. Sie sei geschockt über die Respektlosigkeit Googles.
Gefahr der unabsichtlichen Weitergabe von Privatdaten
Buzz ist ein soziales Netzwerk, mit dem die Nutzer innerhalb kürzester Zeit, sogar in Echtzeit, Fotos, Links, Texte und Videos verbreiten können. Der Dienst ist eingebunden in das E-Mail-Postfach bei Google. Besonders dadurch, dass Google Kontakte mit denen sich der Nutzer häufig per E-Mail oder Chat unterhält automatisch in den Kurzmeldungsdienst aufnimmt, hatte sich die Kritik entfacht. Hierdurch kann es dazu kommen, dass der Anwender unabsichtlich und ungewollt persönliche Informationen über sich preisgibt.
Google lenkt ein
Aigner verglich dieses System mit einer Videothek, die die Listen ihrer Kunden aushängt. Nach Beschwerden hat Google Änderungen an den Voreinstellungen angekündigt, sodass Buzz die Kontakte jetzt nicht mehr automatisch aufnimmt, sondern diese lediglich vorschlägt. Bereits vor zwei Wochen hatte die Bundesverbraucherministerin dem Unternehmen vorgeworfen die Privatsphäre in millionenfacher Höhe verletzt zu haben, indem sie ohne das Einverständnis der Besitzer Häuser, Grundstücke und Straßen für das Internet fotografiert hatten.
Autor: Alfred
Geschrieben am: Montag, den 22. Februar 2010
