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Weiße Flecken auf der DSL-Landkarte

Die Bewohner größerer Städte können es sich kaum noch vorstellen. Endlose Wartezeiten beim Laden einer Internetseite, Hinweise an Freunde und Bekannte, bloß keine großen Datenmengen im Anhang einer Mail zu schicken, keine Chance sich ein Video im Internet anzuschauen, Musik laden? Fehlanzeige.Immerhin: Schaut man zurück, sinkt der Anteil der „Nicht-Breitband-Versorgten“ kontinuierlich. Vor vier Jahren waren es noch ganze 54 Prozent, die den Ladebalken oder die Eieruhr auf dem Bildschirm häufiger sahen als die erwünschten Inhalte. Der Anteil sank 2007 auf 30, in 2008 auf 25 Prozent. Jedoch nutzen immer noch sechzehn Prozent der Haushalte mit Internetzugang in Deutschland ein ISDN-Modem oder sogar noch ein analoges Modem.

Zurück in die Internetsteinzeit

Ein analoges Modem lädt mit 56 Kbits/sec, ein ISDN Modem ist immerhin fast doppelt so schnell. Für ein Megabyte braucht ein Analogmodem damit stolze zweieinhalb Minuten, fast Zeit genug um sich einen Kaffee zu kochen. Ein Internetvideo kann – z.B. auf der Plattform YouTube – eine Größe von bis zu 2 GB erreichen – es zu laden würde mit einem alten Modem zwischen 80 und 90 Stunden (!) dauern.

Die Folgen der Unterversorgung

Kein Wunder, dass Gemeinden und Städte ohne Breitbandanbindung darüber klagen, nicht nur persönlich, sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht gegenüber anderen Regionen benachteiligt zu sein. Denn Handel und Gewerbe stützen sich heute wie selbstverständlich auf die Anwendung des Internet und die Kommunikation per E-Mail. Stundenlange Wartezeiten im Netz werden als negativer Standortfaktor gewertet.
Und von diesen benachteiligten Standorten gibt es immerhin noch rund 700 Städte und Gemeinden. Der Branchenverband Bitkom veröffentlichte aktuell eine 244 Seiten lange Liste mit solchen Orten in allen Teilen Deutschlands, in allen Bundesländern, von Baden-Württemberg bis Sachsen.

Alternative Lösungen

Bisher kann man dort nur über teure Satellitenverbindungen mit Hochgeschwindigkeit ins Internet gehen. Der zunehmende Einsatz von alternativen mobilen Technologien für die Internetanbindung dürfte den Anteil der Haushalte mit schnellen Breitbandverbindungen in den nächsten Jahren jedoch schneller steigen lassen.


Autor: Alfred
Geschrieben am: Mittwoch, den 2. Juni 2010

Eine Reaktion zu “Weiße Flecken auf der DSL-Landkarte”

  1. DSL Ausbau – Neues im Norden | Alfred's DSL Blog - Aktuelle News zum Thema DSL

    [...] Bestellung von DSL muss jedem Verbraucher geliefert und installiert werden, egal wo dieser wohnt. Weiße Flecken auf der DSL-Landkarte sind damit per Gesetz schlicht [...]

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