Alfred's DSL Blog - News rund um DSL

Like a satellite…

Rund 20 Millionen Kunden in Deutschland nutzen DSL als Internetzugang. Durch diese weite Verbreitung kann der DSL-Anschluss per Datenkabel sicherlich als der bewährteste und preiswerteste gewertet werden. Nicht immer jedoch ist ein Zugang vorhanden; dann gilt es, sich zwischen den gebotenen Alternativen entscheiden.

Überall ins Netz

Eine Möglichkeit nahezu überall ins Internet zu gehen, bietet der Zugang über Satellit. Theoretisch kann man mit einem Satellitenanschluss sogar mitten in der Wüste oder sogar in Schiff und Flugzeug das „world wide web“ erforschen.

Die Zahl der Anbieter ist trotz Zunahme in den letzten Jahren immer noch überschaubar.
In Deutschland bieten der Berliner Anbieter SkyDsl, das Hamburger Unternehmen NGI mit StarDsl, die deutsche Telekom, ein süddeutsches Unternehmen namens Schott, die ostdeutsche IPSoftcom, sowie die Filiago GmbH mit Sitz in Bad Segeberg Internetzugang via Satellit an. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Anbietern die aus dem europäischen Ausland heraus ihre Dienste in Deutschland anbieten.

Genaues Vergleichen lohnt

Ein aussagekräftiger Vergleich der Preise aller Anbieter gestaltet sich schwierig, da die Pakete sehr unterschiedlich geschnürt und gestaltet sind, hier lohnt sich die individuelle Recherche. Grundsätzlich sollte man sich für die neuere und schnellere 2-Wege-Kanal Technik entscheiden, bei der auch der Rückkanal über den Satelliten realisiert wird. Bisher diente der Festnetzanschluss als Rückkanal ins Internet und blieb während der gesamten Internetsession aktiv. So konnten hohe , zunächst verborgene Kosten entstehen, die nicht immer in den angeboten Tarifen inbegriffen waren.

Unterscheiden sich die Gestaltungen der Angebote vor allem in Down- und Uploadgeschwindigkeit, Datenvolumen- oder Zeitvolumenlimit, haben die 2-Wege Techniken eins gemeinsam: Die Hardwarekosten für die Anschaffung des benötigten Equipments sind mit durchschnittlich 300 Euro (die Preisspanne reicht von 119-700 Euro) vergleichsweise hoch.

Wie Musik in den Ohren

Wen bei den Zeilen „like a satellite“ wieder die Euphorie über den deutschen Sieg im Eurovision Song Contest überkommt, dem geht es genauso wie aktuell wohl auch dem Anbieter Filiago. Denn genau jetzt wirft der ein vergleichsweise günstiges Angebot auf den Markt, das vor allem durch seinen All-In-One Preis überzeugt. Inklusive ist die gesamte Hardware mit VoIP-Box, WLAN-Router, einem TV-Erweiterungsset zum gleichzeitigen TV-, Internet- und Telefonzugang bestehend aus Universal-Quad-LNB und Multifeedhalter sowie die komplette Installation durch einen Techniker vor Ort – mit Funktionstest. Weiter werden 2048 kbits/s Down- und 256 kbits/s Uploadgeschwindigkeit, mehrere Telefonnummern und eine Telefonflatrate ins deutsche Festnetz geboten. Der Vertrag ist nicht laufzeitgebunden, ein Wechsel zu DSL jederzeit möglich – ein nicht zu unterschätzender Vorteil, sollte die DSL Erschließung des Heimatortes unerwartet schnell vorankommen.

Zu haben ist das Ganze schon für knapp 50 Euro im Monat bei einer einmaligen Zahlung von etwa 100 Euro. Ein vergleichbar günstiges Angebot seitens der Hardwarekosten, welche sich normalerweise auf insgesamt fast 500 Euro belaufen, bietet ausschließlich die Telekom mit Miethardware für etwa 120 Euro, bei monatlichen Kosten von knapp 40 Euro. Allerdings sind die Up-/Downloadraten deutlich niedriger.
Einziger Wermutstropfen beim aktuellen Angebot der Filiago GmbH: Ab einem Datenvolumen über 2 Gigabyte wird der Zugang zu Datendiensten automatisch gesperrt. Weiteres Volumen kann, wie vom Unternehmen beworben, problemlos nachgekauft werden – für stolze 11 Euro je Gigabyte.


Autor: Alfred
Geschrieben am: Freitag, den 4. Juni 2010

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