Wer spielt noch mit?
Gerüchte sind im Internet zu Hause und erfreuen sich dort einer unglaublich schnellen Verbreitung. Dabei fügt jeder seine Informationen hinzu, recherchiert das eine oder andere oder prüft nach was behauptet wird, um es dann gegebenenfalls richtig zu stellen. Für Unternehmen (und wie man zuletzt bei Wikileaks sehen konnte auch für Regierungen), wird es so immer schwerer Geheimnisse zu wahren. Kaum ist ein Gerücht vor der Presse dementiert, machen sich Millionen User auf die Suche nach gegenteiligen Hinweisen im Word Wide Web. So zuletzt geschehen bei der Frage, wie Googles Pläne zu Social Networks und einem Einstieg in die Sparte des Social Gaming aussehen.
Neuer Versuch?
Schon einmal gab es Gerüchte zu neuen Betätigungsfeldern für Google, inzwischen ist aber geklärt, dass das Social Network namens Orkut sich nur in Brasilien und Indien einer gewissen Bekanntheit erfreut, in allen anderen Ländern der Erde aber völlig neben Facebook oder MySpace untergegangen ist. Ähnlich ging es dem Instant Messenger Dienst Buzz oder dem, dem Instant Messenger/VoiP-Dienst Skype sehr ähnlichen Google Wave. Diese Betätigung blieb eher unauffällig und man könnte den Eindruck bekommen, dass der Suchmaschinenriese, diese Dienste nur der Vollständigkeit halber anbietet.
Für ein ganzheitliches Bild
So könnte – falls es einmal einen ernstzunehmenden Konkurrenten für die Suchmaschine gäbe – das Fehlen eines Dienstes im Gesamtangebot, die Wahl der Nutzer beeinflussen. Alles aus einer Hand zu bekommen ist, insbesondere angesichts unzähliger Benutzernamen und Passwörter die man sich sonst merken muss, nicht zu verachten. Hinsichtlich dessen ist Google mit der Funktion iGoogle, bei der man sich einmal anmeldet und dann alle Dienste vom Blog bis zum Bilderservice bis zum Maildienst nutzen kann, bestens für die Eventualiäten der Zukunft vorbereitet. Warum also nicht das Bild abrunden und alles anbieten, was auch von Anderen angeboten wird?
Wer ernten will, muss auch säen
Offiziell lehnt Google-CEO Eric Schmidt die Erfindung einer „Kopie von derselben Sache“ (gegenüber dem Wall Street Journal) grundsätzlich ab. Dass sich Google in Gesprächen mit den führenden Gaming-Entwicklern befindet, wird allerdings nicht dementiert. Die Gerüchteküche spekuliert derweil über ein Social Network aus dem Hause Google unter dem Namen Google Me! und ein Kind mit dem Namen Google Games. Findige Blogger wollen unter den Stellenanzeigen von Google, Ausschreibungen für einen Produktmanager für den Aufbau der Games Sparte gesehen haben, was hiermit bestätigt werden kann. Verwunderlich ist es nicht, dass auch Google dieses Feld beackern will. Inzwischen bestellen rund 60 Millionen User ihre virtuellen Äcker und führen Mafia-Kriege per Mausklick. Wer würde da nicht mitspielen wollen?
Autor: Alfred
Geschrieben am: Freitag, den 30. Juli 2010
