Rasanter Fortschritt auch auf der “dunklen Seite der Macht”
Betrug im Internet nimmt rasant zu. Immer mehr kriminelle Taten werden im Cyberspace begangen und die Zahl der Geschädigten und damit auch die Höhe des Schadens wächst rapide. Besonders beliebtes Ziel der Attacken sind Smartphones, deren Funktion zum Herunterladen von sogenannten Apps, ein gutes Einfallstor für dubiose Geschäftemacher bietet. Aber auch die klassischen Anwendungen des PCs stehen im Fokus der Trickbetrüger, allen voran das inzwischen gut etablierte und allseits beliebte Online-Banking.
Faulheit wird bestraft
Es ist so praktisch. Statt zu den äußerst arbeitnehmerunfreundlichen Öffnungszeiten zur Bank zu laufen, kann man mal eben über den PC seinen Kontostand abfragen, nachts um drei problemlos noch eine Überweisung tätigen oder sich über Kreditlimits und Geldeingänge informieren. Alles ohne persönlich am Schalter zu erscheinen, der Gesichtskontrolle ausgesetzt zu sein oder sich gar per Ausweis identifizieren zu müssen. Die Zahlen oder Buchstabenkombinationen, die man zur Anmeldung braucht, PINs und TANs machen es möglich. Doch genau diese anonymisierten Verfahren sind es auch, die es den Betrügern einfacher macht, an die Ersparnisse der Menschen zu kommen Einmal im Besitz dieser magischen Nummern, steht einem seelenruhigen Abräumen nichts mehr im Wege.
Der Schaden wächst
Einer aktuellen Studie des Branchenverbandes Bitkom nach, soll der Schaden, der dadurch im Jahre 2010 zur erwarten sei, eine Gesamtsumme von etwa 17 Millionen Euro betragen. Fast jeder zweite heimische PC wurde schon Opfer einer Phishing Attacke, dem Versuch durch gefälschte E-Mails einem ahnungslosen Bankkunden die entsprechenden Zugangsdaten abzuluchsen. Doch auch dubiose Verkaufsgeschäfte bringen jeden Tag Internetnutzer um ihr Geld. Bei den neuen smarten Telefonen sollte man beim Herunterladen von Apps immer genau angucken, wer die Apps anbietet und im Zweifelsfall die Finger davon lassen. Denn das lustige Spielchen könnte sich als Malware entpuppen die für jeden abgeschossenen Luftballon, eine überteuerte Mehrwert SMS verschickt und dann wird das schnell ein teurer Spaß. Auch gegen Phishing kann man Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, indem man genau prüft, was die eigenen Bank für die Sicherheit tut. Auf den Homepages der Banken sind eigentlich aussnahmslos ausführliche Informationen zum sicheren Online-Banking hinterlegt. Nachlesen lohnt sich!
Autor: Alfred
Geschrieben am: Mittwoch, den 8. September 2010
