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  1. Wofür steht DSL?
  2. Was bedeuten die Varianten ADSL und SDSL?
  3. Was kann DSL?
  4. Wie funktioniert DSL eigentlich?
  5. Wie bekomme ich DSL?
  6. Welche technischen Voraussetzungen brauche ich dafür?
  7. Brauche ich neue Geräte für DSL?
  8. Kann ich DSL selber installieren?
  9. Ist DSL denn überall verfügbar?
  10. Welche Tarifmodelle gibt es für DSL?
  11. Welche Geschwindigkeiten gibt es für DSL?
  12. Welche Anbieter bieten mir DSL an?
  13. Seit wann gibt es DSL überhaupt?
  14. Brauche ich DSL?
  15. Gibt es Alternativen zu DSL?
  16. Was ist der Unterschied zwischen ISDN und DSL?
  17. Wann brauche ich Sky DSL?
  18. Kann DSL den Telefonanschluss ersetzen?

1. Wofür steht DSL?

DSL bedeutet Digital Subscriber Line. Damit wird eine Übertragungstechnik bezeichnet, mithilfe derer ein schneller Breitband-Internetzugang über eine vorhandene Telefonleitung installiert wird.

Die Daten werden dabei in digitaler Form über die Telefonleitung übertragen, wobei die Leitung für Telefongespräche frei bleibt. Mittlerweile gibt es verschiedene Varianten des DSL, die sich hauptsächlich in ihren Übertragungsgeschwindigkeiten voneinander unterscheiden.

2. Was bedeuten die Varianten ADSL und SDSL?

Der Unterschied liegt in den verschiedenen Übertragungsgeschwindigkeiten.

Beim ADSL (Asymetric Digital Subscriber Line) stehen für Downloads und Uploads unterschiedliche Übertragungsgeschwindigkeiten zur Verfügung. Diese werden in der Einheit kbit/s gemessen. Im privaten Bereich wird hauptsächlich ADSL genutzt, da es eine hohe Geschindigkeit beim Downloaden bietet, und nur eine geringe für den Upload.

Beim SDSL (Symmetrical Digital Subscriber Line) sind die Übertragungsgeschwindigkeiten für Up- und Downloads gleich, deshalb wird es vornehmlich von Firmen genutzt, die auch eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit beim Senden benötigen.

3. Was kann DSL?

DSL ist ein Datendienst. Die Breitbandtechnik dient dazu, einen schnellen Zugang zum Internet zu ermöglichen. Da die digitale Datenübertragung mittels DSL auf einer anderen Frequenz stattfindet als die Übertragung über die Telefonleitung, kann man gleichzeitig telefonieren und im Internet surfen.

Durch die Breitbandanbindung hat man wesentlich höhere Downloadgeschwindigkeiten als bei einem ISDN-Anschluss oder einem analogen Modem.

4. Wie funktioniert DSL eigentlich?

Die Technologie nutzt auf der bereits vorhandenen Kupfer-Doppelader des Telefonnetzes ein Frequenzband, welches oberhalb der Frequenz liegt, die für die analoge Sprachtelefonie und ISDN genutzt wird. Der genutzte Frequenzbereich ist wesentlich größer als bei der analogen Datenübertragung, deshalb können weitaus höhere Geschwindigkeiten bei der Datenübertragung erreicht werden. Allerdings ist die Reichweite des Signals durch das große Frequenzband eingeschränkt, weshalb das Signal bereits in der Ortsvermittlungsstelle weiterverarbeitet werden muss.

Dadurch, dass der für die Telefonie übliche Frequenzbereich beim handelsüblichen ADSL ausgespart wird, kann man als Verbraucher sowohl Fax, Telefon als auch ISDN neben der Internetstandleitung nutzen.

Das analoge DSL Signal wird vom DSL Modem des Verbrauchers zur nicht weit entfernten Vermittlungsstelle übertragen, wo es vom DSL-Multiplexer DSLAM in ein digitales Signal umgewandelt wird, welches von dort aus mittels einer breitbandigen Glasfaserleitung über einen Konzentrator in den Backbone des Providers übertragen wird.

Backbones sind, einfach formuliert, Hochgeschwindigkeitsverbindungen mit einer hohen Bandbreite, die die Netzknoten verschiedener Anschlussnetze miteinander verbinden.

5. Wie bekomme ich DSL?

Als Verbraucher mit einem Telefonanschluss braucht man sich nur bei den gängigen Anbietern nach Angeboten erkundigen, denn mittlerweile wird von fast jedem Telekommunikationsanbieter auch DSL angeboten. Es gibt auch ein paar Anbieter, für die man als Verbraucher keinen Anschluss bei der Telekom mehr benötigt, da er im DSL-Angebot mit enthalten ist.

Wenn man an einem Standort lebt, wo DSL verfügbar ist, dann kann man jedes Angebot, dass einem zusagt, in Anspruch nehmen.

6. Welche technischen Voraussetzungen brauche ich dafür?

Im Grunde braucht man nur einen PC oder Laptop, alle anderen Geräte bekommt man von seinem Provider, bei dem man den DSL-Anschluss beantragt hat, gestellt. Manchmal zu einem geringen Preis, manchmal auch kostenlos, das kommt immer auf die Angebote an. Zwingend notwendig sind ein DSL-Splitter und ein DSL-Modem.

Der DSL-Splitter wird zwischen Telefon/NTBA und TAE Dose eingefügt, denn er ist dafür zuständig, das Telefonsignal vom DSL-Signal zu trennen.

Das DSL-Modem sorgt für die Internetverbindung ihres PC\’s, erst dadurch werden die hohen Übertragungsraten ermöglicht.

Alternativ zu einem Modem kann man auch einen DSL-Router verwenden, an dem mehrere Computer an das Internet angeschlossen werden können.

7. Brauche ich neue Geräte für DSL?

Ja, man braucht auf jeden Fall einen DSL-Splitter und ein DSL-Modem, oder sofern man mehrere Rechner anschließen möchte, einen DSL-Router. Nur einen neuen Rechner anschaffen muss man sich nicht.

Denn die Verbindung mittels DSL ist mit jedem gängigen, browserfähigen PC oder Laptop nutzbar. Die benötigten Geräte bekommt man entweder kostenlos bei Vertragsabschluss, oder zumindest subventioniert.

8. Kann ich DSL selber installieren?

Grundsätzlich ja. Die einzigen Geräte, die angeschlossen werden müssen, sind der DSL-Splitter und das DSL-Modem. Bei der Lieferung der Geräte ist eine ausführliche Anleitung enthalten, an welchen Anschlüssen die Geräte eingesteckt werden müssen. Und die Stecker sowie Steckverbindungen sind heutzutage so konzipiert, dass sie in der Regel nur dort passen, wo sie auch hingehören.

Einige Anbieter haben auch CDs im Lieferumfang, die mit einem Schritt für Schritt die Installation durchgehen, an deren Ende dann die enthaltenen Gerätetreiber auf dem PC installiert werden müssen, damit dieser das DSL-Modem auch erkennt und damit eine Verbindung herstellen kann.

Sollten während der Installation tatsächlich mal Probleme auftreten, hat jeder Anbieter eine Service-Hotline, an die man sich in solchen Fällen wenden kann. Und wer es sich gar nicht zutraut, der kann sich den Anschluss natürlich auch von einem Fachmann seines Providers einrichten lassen.

9. Ist DSL denn überall verfügbar?

Nicht ganz. Die Verfügbarkeit in Deutschland ist von zwei Faktoren abhängig, und zwar von dem örtlichen Telefonnetz und der Entfernung des Anschlusses zur nächsten Vermittlungsstelle. Die Verbindung zwischen dem Hausanschluss und der Vermittlungsstelle muss mit der Breitbandtechnik ausgerüstet sein, und die Entfernung darf aufgrund der geringen Reichweite des DSL-Signals nicht zu groß sein. Außerdem ist die DSL-Technik auf die traditionellen Kupferkabel angewiesen, weshalb es vor allem in den neuen Bundesländern und in der Gegend um Hannover zu Schwierigkeiten kommt, da in diesen Bereichen die Telefonnetze mit Glasfaserkabeln modernisiert wurden.

Wenn man an einem Standort lebt, an dem ein DSL-Anschluss der Deutschen Telekom möglich wäre, dann sind auch DSL-Verbindungen aller Anbieter, die auf diesen Anschlüssen aufbauen, möglich.

Man kann auch DSL über Satellit oder DSL über Glasfaserkabel bestellen, was aber nicht das tatsächliche DSL ist, sondern eine andere Technik zur schnellen Datenübertragung, die aber der Einfachheit halber auch mit diesem Begriff bezeichnet wird.

10. Welche Tarifmodelle gibt es für DSL?

Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Arten von Tarifen, mittels derer man eine DSL-Verbindung nutzen kann:

  • DSL by Call Tarife
    Bei diesen Tarifen hat man keine Grundgebühr und zahlt den Internetzugang pro genutzte Minute oder pro MB Datenvolumen.
  • DSL Zeittarife
    Diese Tarife beinhalten in der Regel eine gewisse Mindestnutzung, die über eine monatliche Grundgebühr abgerechnet wird, und die restliche Nutzung wird nach Zeit abgerechnet.
  • DSL Volumentarife
    Auch diese Tarife haben eine monatliche Grundgebühr mit enthaltenem Mindestumsatz, alles was man zusätzlich herunterlädt, wird in diesem Fall nach Volumen, sprich MB, abgerechnet.
  • DSL Flatrates
    Bei einer Flatrate fallen außer der monatlichen festen Gebühr keine weiteren Kosten an, egal wieviel man das Internet tatsächlich nutzt. Ausnahmen bilden sog. variable Flatrates, die sich tariflich an das gemessene Surfverhalten im Vormonat anpassen.

11. Welche Geschwindigkeiten gibt es für DSL?

DSL-Verbindungen werden mit standardisierten Geschwindigkeiten angeboten.

Die verfügbaren Bandbreiten sind 1.024 kbit/s, 2.048 kbit/s, 6.016 kbit/s und 16.000 kbit/s. In den Angeboten der DSL-Provider werden diese Geschwindigkeiten zum besseren Verständnis dann aufgerundet, d.h. man spricht von DSL 1000, DSL 2000 und so weiter. Für Netzwerke würden sich die Bandbreiten 6.016 kbit/s und 16.000 kbit/s anbieten.

12. Welche Anbieter bieten mir DSL an?

Es gibt in Deutschland derzeit etwa elf gängige DSL-Anbieter, darunter sind beispielsweise Arcor, freenet, Alice, Tele 2 und die Deutsche Telekom.

Für welchen man sich als Verbraucher entscheidet, sollte man von den angebotenen Tarifen abhängig machen. Sollte man an einem Standort wohnen, wo alle Anbieter verfügbar sind, hat man die volle Auswahl, wenn nicht, muss man sich auf wenige beschränken.

Heutzutage ähneln sich die Angebote aber sehr, der Unterschied liegt meist nur im Detail, wie z.B. bei dem Tarif von Alice, der als einziger ein monatliches Kündigungsrecht bietet.

13. Seit wann gibt es DSL überhaupt?

Die ersten technischen Möglichkeiten einer sehr hohen Rechenleistung mittels digitaler Signalprozessoren ergaben sich bereits Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre. Mithilfe dieser wurde die heutige DSL-Technik entwickelt, allerdings war diese Technologie in den Anfangsjahren noch sehr teuer.

Das erste DSL-Verfahren nannte sich HDSL, und mit der Entwicklung dieser Technik begannen die Normungsorganisationen in Europa und den USA sofort mit Standardisierungen, um diese Technik für alle normalen Standleitungen verfügbar zu machen. Bedingung dafür war, dass die bereits existierenden und verlegten Kupfer-Doppeladern verwendet werden sollten, in Europa sollte außerdem eine Bitrate von 2,048 Mbit/s erreicht werden können, sowie eine Reichweite von 3 bis 4 Kilometern.

Im Laufe der 90er Jahre entwickelte man dann weitere DSL-Verfahren, wie das heutzutage gängige ADSL, wobei die Internetnutzung sehr stark anstieg.

Da man den steigenden Datenraten-Bedarf nicht über den Ausbau der vorhandenen Netze decken konnte, begann man die Netze im Hintergrund (Backbones) auszubauen, damit den Endverbrauchern höhere Übertragungsgeschwindigkeiten geboten werden konnten.

Die neueste Entwicklung auf deutschen und europäischen Märkten ist das VDSL/VDSL2, mit dem Übertragungsraten von bis zu 100 Mbit/s erzielt werden können.

14. Brauche ich DSL?

Wenn man das Internet vernünftig nutzen will, auf jeden Fall. Firmen kommen heutzutage schon gar nicht mehr ohne aus, und auch die meisten privaten Haushalte möchten auf eine schnelle Verbindung nicht mehr verzichten. Denn die meisten Internetseiten sind heutzutage so aufwendig und komplex aufgebaut, dass der Besuch dieser Seiten mit einem analogen Modem gar nicht mehr vernünftig realisierbar wäre, denn die Zeit, die es dauert, bis die Seite vollständig auf den PC geladen ist, würde viel zu lange dauern. Und wenn man einmal diese schnelle Verbindung getestet hat, bei der in weniger als einem Atemzug die Seiten vollständig aufgebaut sind, der wird sich mit nichts anderem mehr zufrieden geben wollen.

15. Gibt es Alternativen zu DSL?

Wer das Internet nutzen möchte, der muss natürlich nicht zwingend DSL haben, sondern kann sich auch einen ISDN-Anschluss bestellen oder ein analoges Modem nutzen. Allerdings sind die Übertragungsraten bei der Schmalbandverbindung eines ISDN-Anschlusses um einiges geringer als bei einem DSL-Anschluss, von einem analogen Modem ganz zu schweigen.

Es gibt natürlich auch die Alternative Sky DSL, wobei die Datenübertragung nicht mittels einer Kabelverbindung, sondern über Satelliten ermöglicht wird.

16. Was ist der Unterschied zwischen ISDN und DSL?

ISDN steht für Integrated Services Digital Network, und bedeutet, dass der Verbraucher einen digitalen Anschluss zur Verfügung gestellt bekommt. Dabei werden die analogen Sprachsignale direkt im Telefon in digitale Signale umgewandelt. Der PC kann mithilfe einer ISDN-Leitung direkt digitale Signale senden, und über diese Leitung können Geschwindigkeiten von bis zu 64 kbit/s bei der Datenübertragung erzielt werden. Durch die Bündelung mehrerer Kanäle kann die Geschwindigkeit noch gesteigert werden.

Im Gegensatz zum ISDN-Anschluss wird bei einer DSL-Verbindung eine dauerhafte Zusatzverbindung, unabhängig von der Telefonleitung, aufgebaut, die über eine kürzere Strecke wesentlich höhere Geschwindigkeiten bei der Datenübertragung erreichen kann.

17. Wann brauche ich Sky DSL?

Sky DSL ist kein richtiges DSL im Sinne des Erfinders. Es handelt sich um eine schnelle Übertragungstechnik für Daten mittels Satelliten, die nur der Einfachheit halber auch als DSL bezeichnet wird. Wenn an einem bestimmten Standort kein herkömmliches DSL via Kupferleitungen verfügbar ist, kann man als Verbraucher auf Sky DSL zurückgreifen.

So kann man selbst in unterversorgten Gebieten schnelle Übertragungsraten entweder beruflich oder privat nutzen. Allerdings gibt es bis jetzt nur wenige Anbieter dieses Services.

18. Kann DSL den Telefonanschluss ersetzen?

Nein. Eine DSL-Verbindung ist ein reiner Datendienst, der für analoge Telefonie nicht geeignet ist. Zusätzlich zu einem DSL-Anschluss benötigt man also immer entweder einen analogen Telefonanschluss oder einen ISDN-Anschluss.

DSL stellt also immer nur eine Erweiterung eines bestehenden Telefonanschlusses dar, mit dem ein schneller Internetzugang gewährleistet werden soll.

Man kann natürlich auch über das Internet telefonieren, allerdings hat das mit einem normalen Telefonanschluss nichts zu tun.