DSL-Tarifrechner - finden Sie den passenden Tarif

(Angebot der zutreffenden Tarife unverbindlich anschauen)

Sky DSL

Bei der Bezeichnung Sky DSL handelt es sich um einen Markennamen, den die Firma TELES AG für einen Internetzugang ausgewählt hat. Dies lag allein in der besseren Vermarktung begründet, da der Verbraucher den Begriff DSL mittlerweile kennt und einwandfrei als Internetzugang identifizieren kann, obwohl es sich bei dieser Technik nicht um ein DSL-Verfahren handelt. Mittlerweile gibt es auch von anderen Anbietern Sky DSL Angebote.

Technischer Hintergrund

Die Technik basiert auf einem asymmetrischen, unidirektionalen Breitband-Zugang via Satellit, der es dem Verbraucher ermöglicht, mittels schneller Geschwindigkeiten ins Internet zu gehen. Überall, wo die Ausleuchtzone der für diese Übertragungstechnik eingesetzten Satelliten hinreicht, ist der Internetzugang verfügbar.

Dieser Service wird bisher in den Regionen Europa, im Nahen Osten sowie Nordafrika angeboten. Er soll vor allem für die Kunden eine Alternative darstellen, die aus technischen Gründen kein DSL nutzen können, sei es weil die Verbindung zwischen Hausanschluss und Vermittlungsstelle zu groß ist, oder weil die Telefonnetze mit Glasfaserkabeln modernisiert worden sind.

Der Datenempfang beim Sky DSL wird über eine Satellitenverbindung realisiert, und hat eine Geschwindigkeit von bis zu 24 Mbit/s, der Datenversand erfolgt über eine Telefon- oder Mobilfunkverbindung. Somit ist eine gewisse Ähnlichkeit zum ADSL vorhanden, da verschiedene Up- und Downloadgeschwindigkeiten verwendet werden.

Als technische Voraussetzungen benötigt der Verbraucher eine herkömmliche Satellitenschüssel. Die von ihr empfangenen Daten müssen erstmal durch einen sog. Low Noise Block Converter (LNB) von den hohen Frequenzen der Satelliten in eine niedrige Zwischenfrequenz moduliert werden, bevor sie dann von einer speziellen Tuner-Karte im PC an die jeweilige Internet-Anwendung, gängiger Weise an einen Browser, zur weiteren Verarbeitung weitergeleitet werden.

Kosten

Generell sind die Kosten für diesen Breitbandzugang höher als für herkömmliches DSL via Kupferkabel. Mithilfe von Flatrates oder der Koppel-Puls-Technik können die Verbraucher die Kosten durchaus unter Kontrolle halten. In manchen ländlichen Regionen, ist diese Technik allerdings nach wie vor die einzige Möglichkeit zu einem schnellen Breitbandzugang.

Nachteile

Der Nachteil bei dieser Technik ist, eine sehr lange „Pingzeit“, bzw. Latenz, da die Signale die Entfernung Erde-Satellit zweimal zurücklegen müssen, und somit viele zeitkritische Anwendungen, wie beispielsweise Online-Games, über diese Verbindung wenn überhaupt, dann nur eingeschränkt nutzbar sind. Die für die Breitbandverbindung nutzbaren Satelliten befinden sind geostationär ausgerichtet, und zwar in einer Höhe von 36.000 Kilometern.

Zusätzlich unterliegt dieser Dienst einer sog. Fair Use Policy, was bedeutet, dass bei einer übermäßigen Nutzung durch einzelne User der Traffic runtergeregelt werden kann. Das genaue Datenvolumen, welches seitens des Anbieters nicht überschritten werden sollte, wird jedoch nicht angegeben. Es wird nur gesagt, dass Nutzer mit geringerem Datentransfer bevorzugt werden.

Grundsätzlich bietet diese Technik aber eine echte Alternative, wenn aus vielfältigen Gründen ein echter DSL-Anschluss nicht möglich sein sollte.